Das Wandern ist des Müllers Lust…
… aber nicht des Kindes. Unser Sohn hat nämlich etwas dagegen, im Kinderwagen über Schotterwege und ähnlich unebene Bodenbeläge geschoben zu werden. Taugt ihm gar nicht. Und dann fängt er an zu meckern. Und zu schreien. Und zu quengeln. Und dann beendet man die geplante Wanderung (oder sollte ich sagen: Das geplante Spaziergängelchen) um die Osterseen herum einfach etwas vorzeitig, so nach einem von sieben Kilometern. Immerhin haben wir mit unserem lautstark lamentierenden Kind auf dem Weg vom und zum Auto (insgesamt ca. eine Stunde) allen anderen spazierenden Familien und Rentnern den Sonntagsausflug verdorben. Ist doch auch was, oder? Die Autofahrt durch’s Fünf-Seen-Land und entlang am Starnberger See war aber sehr schön, wie übrigens auch die Osterseen selber, siehe Foto. Wir werden vielleicht nochmal hinfahren, dann aber mit Kind in der Manduca verstaut – da sollte ihm der steinige Weg nichts ausmachen.
MehrAngenehm weich und sicher
Nein, hier geht’s nicht um Hakle Ambient Super Vlaush, sondern um ein kleines aber feines Stück Fotoausrüstung, über das ich vor kurzem gestolpert bin. Aber der Reihe nach:
Ich hatte letztes Jahr beim Wandern in den Alpen, aber auch bei kurzen Wochenendtrips zur Familie immer wieder mal das Problem, mein Foto-Equipment vernünftig unterzubringen und zu transportieren. Zwar habe ich eine ordentliche Fototasche (den LowePro SlingShot 300), aber erstens will ich nicht immer alles auf einmal mitnehmen, zweitens ist dieser Sling-Rucksack so groß, dass man ihn nicht ohne weiteres zusätzlich zu einem normalen Rucksack tragen kann (schon gar nicht, wenn man auf einen Berg wandert) und drittens kann man den SlingShot nicht als alleinigen Rucksack für eine Bergwanderung hernehmen – dafür ist er zu unbequem, außerdem bringt man kein “Wandergepäck” wie Brotzeit, Wasserflasche oder Fleecejacke drin unter.
Ich habe also, mehr oder weniger notgedrungen, meine Kamera plus Wechselobjektiv und z.B. Blitz einfach so in meinen Deuter-Rucksack, den ich zum Wandern und für Wochenendübernachtungen hernehme, gesteckt. Das ist natürlich keine vernünftige Art und Weise, empfindliche optische und elektronische Geräte zu transportieren – selbst wenn man sie in Handtücher oder Jacken zur Polsterung wickelt. Ich habe mich daher in letzter Zeit immer wieder mal nach brauchbaren Fotorucksäcken umgeschaut, die man auch zum Wandern hernehmen könnte. Leider war diese Suche nicht wirklich von Erfolg gekrönt, da die Modelle, die mir von der Foto-Seite aus zusagen (vor allem der Tamrac Expedition 5 und LowePro Flipside 400), nicht wirklich als Wanderrucksäcke taugen, und Hybridlösungen wie es sie von LowePro gibt bei weitem nicht an den Komfort und die Qualität eines ordentlichen Wanderrucksacks von Deuter (habe den Futura 32 AC und bin äußerst zufrieden damit) heranreichen.
Letzte Woche habe ich dann beim Herumsurfen auf enjoyyourcamera.com ein Polster-Inlay von Matin gefunden, welches mein Problem lösen konnte. Es handelt sich dabei quasi um das “Innenleben” eines typischen Fotorucksacks, also eine quadratische Box aus Polstermaterial (Nylex) mit Klett-Trennwänden, welche man einfach in einen vorhandenen Rucksack hineinstecken kann. Das ganze sieht leer so aus:
In der Draufsicht erkennt man gut die Trennwände, welche sich mittels Klettverschluss beliebig längs oder quer im Einsatz anbringen lassen. Ich habe die klassische 2×2-Aufteilung gelassen und bloß die Quereinsätze etwas verschoben, um für die Objektive etwas mehr Platz zu haben und gleichzeitig für Blitz und Zubehör je ein kleineres Fach zu erhalten.
Der Polstereinsatz bietet Platz für kompakte Normalzoom-Objektive (z.B. mein Tamron AF 17-50/2.8 oder das Sigma EX 18-125 meiner Freundin) und kleine Teleobjektive wie das EF-S 55-250 IS von Canon, außerdem passt ein Blitz vom Format Speedlite 430 EX II sowie ein wenig Zubehör (Speicherkarten, Ersatzakkus, Fernauslöser, Filterbox o.ä.) hinein.
Auch eine Kamera mit angesetztem Objektiv bringt man darin unter, wenngleich eine Amateurkamera wie meine EOS 450D mit Batteriegriff das Maximum darstellt – größere Kameras wie eine 5D oder gar eine 1D dürfte man nicht mehr hineinbekommen, dafür ist das Inlay nicht tief genug.

Polstereinsatz, gefüllt mit Teleobjektiv, Blitz und EOS 450D mit angesetztem Standardzoom und Batteriegriff
Mit der 450D geht aber, wie man sieht, auch der Deckel noch problemlos zu (wenngleich er nicht wirklich bündig abschließt, aber schließlich soll das Teil nur Stöße abfangen und nicht wasserdicht sein).
Der Deckel wird übrigens ebenfalls mit Klettverschluss zugemacht, kann also nicht ohne weiteres von alleine aufgehen. Steckt man den Einsatz nun in einen Rucksack, erhält man in Null-Komma-nichts einen wunderbaren Foto-Wander-Hybrid-Rucksack. Vorteilhaft ist es, das Inlay in’s untere Fach des Wanderrucksacks zu stecken, da man dann via Frontreißverschluss direkten Zugriff auf seine Fotoausrüstung hat und sich nicht erst von oben durch den halben Rucksack wühlen muss.
Bei meinem Rucksack passt das Inlay gerade so in’s untere Fach, beim Rucksack meiner Freundin (mit 6l mehr Volumen) geht es völlig problemlos rein. Bei kleineren Rucksäcken könnte man den Einsatz wohl im oberen Fach verstauen, dann ist es aber nichts mehr mit schnellen Zugriff auf Wechseloptiken. Außerdem besteht dann die Gefahr, dass sich kleinere Sachen im Rucksack hinter oder unter das Inlay schieben und man nur noch schwer an diese herankommt – oder den kompletten Rucksack auspacken muss, um an den dringend nötigen Schokoriegel oder das Taschenmesser zu gelangen. ;-)
Schließt man Inlay und Rucksack, so ist letzterer – zumindest im unteren Bereich – prall gefüllt. Da Kamera und Zubehör aber durch die ca. 1cm dicke Polsterung gut geschützt sein sollten, mache ich mir darum keinen Kopf. Und sobald man die Kamera herausnimmt, drückt sich der leere Teil des Einsatzes etwas zusammen und findet leichter Platz im Rucksack.
Für knapp 13,- Euro ist dieser Polstereinsatz jedenfalls eine super Investition, da man mit ihm das “kleine fotografische Reisebesteck” gut und sicher transportieren kann, ohne auf den Komfort eines ordentlichen Wanderrucksacks verzichten zu müssen. Größere Ausrüstungen gehen natürlich nicht rein, wenngleich auch nichts dagegen spricht, noch ein zweites Inlay im oberen Rucksackfach zu deponieren und dort zusätzliche Objektive oder Blitze unterzubringen – dann wird’s bloß mit der Brotzeit schwierig. ;-)
Jetzt muss bloß noch endlich der Frühling und schönes Wanderwetter kommen… ich hab da noch einen Wanderführer für’s Karwendelgebirge rumliegen, der mal zum Einsatz kommen möchte!
Ach so, ganz zum Schluss noch: Ende April gibt’s wieder einen Fotoauftrag! Die FH, für die ich schon im November fotografiert habe, hat mal wieder eine Abschlussfeier und hätte mich gern wieder als Fotograf an Bord.
MehrWinterspaziergang
Hier ein paar Impressionen von einer kleinen Winterwanderung in der Nähe des Tegernsees. Naja ok, ich gebe zu, eigentlich dient dieser Eintrag nur dazu, das neue Blogdesign sowie die Bildergalerie zu testen. Leider war das Wetter nicht so überragend und der Himmel die meiste Zeit bewölkt, es war aber trotzdem ganz nett, durch den verschneiten Wald zu laufen.
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Man entschuldige die nicht optimale Qualität der Bilder – die Galerie-Software hat sie beim Hochladen verkleinert und komprimiert, da mussten die Fotos etwas leiden. Beim nächsten mal passe ich’s gleich aufm PC an.
MehrRotwand II
Da die Taubensteinbahn als so ziemlich einzige Bahn den Betrieb noch nicht eingestellt hat, ging es heute bei fantastischem Herbstwetter nochmal auf die Rotwand. Es ist schon ein echtes Glück, dass man mitten im November noch bei herrlichem Wanderwetter in die Berge kann. Letztes Jahr um die Zeit konnte man bereits Ski fahren. Diesmal gibts bereits mit diesem Post hier auch Bilder: Man klicke hier. Ein paar Bilder habe ich mit Kommentaren versehen, so dass das Betrachten nicht ganz so langweilig ausfällt… ;-)
Nach den verschiedenen Touren der letzten Wochen (z.B. durchs Erdinger Land oder auf den Brauneck) kam mir die heutige Wanderung unglaublich leicht und schnell vor, insbesondere der Aufstieg über mickrige 300 Höhenmeter war nichts verglichen mit den 800 des Brauneck. Aber auch die Anstiege selber schienen mir im Vergleich zum ersten Marsch auf den Rotwandgipfel extrem leicht. Vielleicht hab ich aber auch einfach meine Wanderkondition verbessert.
Wie auch immer, das Wetter war erstklassig, im Schatten etwas kälter, in der Ferne mal wieder recht diesig und dunstig (aber was will man zu so fortgeschrittener Jahreszeit auch erwarten) und wenngleich sich der Abstieg etwas hinzog war es sehr schön. In Zukunft werde ich aber mal verstärkt nach Touren mit möglichst wenig Teerstraße Ausschau halten, denn nichts ist langweiliger als auf Asphalt zu laufen.

Fotos Fotos Fotos
So, nun kann die tobende Meute aus den Comments Ruhe geben, denn hier sind die Fotos vom Brauneck! Leider in umgekehrter chronologischer Reihenfolge, aber macht ja nüscht… Wie man vor allem bei den gezoomten Bildern sieht, herrschte in der Ferne den ganzen Tag über ein leichter Dunst, aber der trägt auf manchen Bildern auch zur herbstlichen Atmosphäre bei. Also viel Spaß damit.












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