Artikel getaggt mit "Kino"

The Road to the Oscars

Gepostet am 1. Feb 2009 | 2 Kommentare

Bald stehen die Oscars wieder an, und – mehr oder weniger zufällig – habe ich schon fast alle großen Kandidaten dafür gesehen.

The Curious Case of Benjamin Button

Der neue Film mit Brad Pitt ist eine ganz schöne Geschichte. Er erzählt in größtenteils fantastischen Bildern das Leben von Benjamin Button, der als über 80jähriger Greis geboren und im Laufe der Zeit immer jünger wird. Schöne Geschichte, tolle Bilder und ein sehr gut gelungener Erzählbogen, der sich nur hin und wieder etwas zu lang streckt. Aber trotz einer Länge von über zweieinhalb Stunden gut anzusehen.

Milk

Harvey Milk war der erste bekennende Schwule, der in ein (höheres?) öffentliches Amt in den USA gewählt wurde (er war Supervisor in San Francisco). Tolle Schauspielerische Leistung von Sean Penn, den man den ganzen Film über fast nicht wiedererkennt. Ist jetzt kein besonders spannender oder mitreißender Film, aber auf jeden Fall sehr interessant und sehenswert.

Gran Torino

Nicht für die Oscars nominiert (wohl zu spät gekommen) aber in meinen Augen schon jetzt ein Kandidat für de besten Film des Jahres! Der neue Streifen von Clint Eastwood begeistert auf der ganzen Linie mit einer interessanten Geschichte, einer faszinierenden Freundschaft zwischen Jung und Alt, West und (Fern-)Ost, und Nachbarn, die sich eigentlich Fremde sind. Allen voran hat mich aber Clint Eastwood selber vom Hocker gehauen. Ich war bisher kein besonderer Eastwood-Fan und daher von der schauspielerischen Leistung und der Energie, die der mittlweile fast 80 Jahre alte Hollywood-Veteran auf die Leinwand bringt, völlig überrascht. Grandioser Film – unbedingt anschauen!

Nach einer solchen Reihe absolut hochkarätiger Filme ist mir wieder bewusst geworden, dass man sich mit einem regelmßigen Besuch der Sneak-Preview im Cinema jeden weiteren Kinogang sparen kann (mal abgesehen von den wenigen Filmen, die – meist auf Grund von weltweit einheitlichen Startterminen – nicht gesneakt werden). Also lautet mein Vorsatz für die Zeit nach Australien: Wieder regelmäßig im Cinema sneaken! Muss nur sehen, wie ich das dann mit arbeiten am Samstagmorgen danach immer hinkriege…

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Ein Herz für Chick-Flicks

Gepostet am 20. Okt 2008 | 1 Kommentar

Ach jaaaaa von mir aus, ok, ich geb es zu: ICH BIN NE PUSSY. Ein Warmduscher, ein Turnbeutelvergesser, ein Schattenparker – kurzum: Ich hab ein riesen Herz für Chick-Flicks. Grade läuft auf Sat1 (wieder mal) Sweet Home Alabama, und ich sag es jetzt wie es halt ist: Ich liebe diesen Film! Ja, ich liebe ihn. Und ich finde auch alle möglichen anderen “Chick-Flicks” Klasse. Aus unerfindlichen Gründen finde ich romantische Komödien einfach fantastisch und es geht mir immer wieder das Herz auf. Und wenn dann auch noch die fantastische Reese Witherspoon – eine der besten Schauspielerinnen, die es derzeit gibt – die Hauptrolle übernimmt, und der Soundtrack mit Südstaatenrock auch den Mann im Kinde begeistern kann, dann hat man einfach einen Film gefunden, der trotz der vorhersehbaren Story unglaublich schön ist.

Auch andere romantische Komödien sind immer wieder schön, zuletzt war es Maid of Honour, der mich  begeistern konnte, aber erstens kann Michelle Monaghan nicht mit Reese Witherspoon konkurrieren (aber das kann halt niemand) und zweitens ist es dieses etwas rauhe, ungewaschene Südstaaten-Flair mit dem überragendenden Soundtrack, welches Sweet Home Alabama in meinen Augen von allen anderen Filmen dieser Art abhebt. Außerdem war es der erste und bisher einzige Film, welchen ich alleine (also ohne Begleitung) im Kino gesehen habe, und ich war glaube ich unter 50 Frauen der einzige Mann. Das gleiche gilt übrigens für die englische Originalversion. Wahrscheinlich haben mich alle für schwul gehalten, aber das macht ja nix. Ich werd eh bald weggesperrt (aber nicht allein, mein Freund!), wenn ich den Gerüchten trauen darf… ;-)

Jetzt mal noch was zu Maid of Honour: Seit dem Film mag ich Patrick Dempsey. Ich kenne ihn nur aus dem Kino (Grey’s Anatomy habe ich nie gesehen) und nach Sweet Home Alabama konnte ich ihn nicht leiden. Aber seit ich Maid of Honour gesehen habe, ist er mir irgendwie sympathisch geworden. Anscheinend habe ich neben einem Herz für Chick-Flicks auch ein Herz für tragische Helden in romantischen Komödien – auch wenn diese tragischen Helden am Ende meist nicht wirklich tragisch sind (ja ganz im Gegenteil zum Helden der klassischen Tragödie geht es zum Schluss ja immer Gut für sie aus).

Eine nette Anekdote zu dem Film (jetzt wieder Sweet Home Alabama) hab ich übrigens noch: Sweet Home Alabama war mehr oder weniger der erste Film, den ich vergangenes Jahr in meiner Wohnung im Fernsehen gesehen habe (zu dem Zeitpunkt hatte ich noch kein Internet und Telefon) und jetzt, fast auf den Punkt genau ein Jahr später, kommt er wieder. Das lässt zum einen Rückschlüsse auf die Programmgestaltung von Sat1 zu, ist zum anderen aber auch eine nette Begebenheit zum “Einjährigen” meines Einzugs in meine Wohnung bzw. zum Auszug aus meinem Elternhause.

PS: Mir fällt gerade auf, dass die Nutella-Werbung mit Kevin Kuranyi als Nationalspieler ziemlich überholt ist.

PPS: Weil mir gerade danach ist, und weil es meiner Meinung nach alle Welt erfahren soll: Dani, ich liebe dich! Seit nunmehr fast fünf Jahren gibt es – trotz einer kurzen Trennung – keine andere Frau in meinem Leben. Ich bin seit ich dich kenne verrückt nach dir und ich kann den Tag, an dem du aus Kanada zurück kommst, nicht erwarten!

PPPS: Sie wird mich jetzt hassen, weil ihr Name jetzt im Internet steht, aber das ist mir egal! :-P

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Pineapple Express

Gepostet am 21. Sep 2008 | Keine Kommentare

Heute mal nur ne ganz kurze Zusammenfassung: Der Film ist viel zu angestrengt. An Stellen, die eigentlich nicht (oder kaum) lustig sind, dreht der Film einfach die Lautstärke übertrieben hoch und lässt alle Darsteller laut schreien und dabei am besten noch hüpfen und springen. Das soll dann witzig sein. Bei mir hat’s nicht wirklich funktioniert, bei vielen anderen im Cinema schon. Vielleicht fehlt mir aber auch einfach der Draht zu Kiffer-Komödien, so das ich den Film insgesamt einfach nicht spannend und unterhaltsam fand. Klar hatte er ein paar Szenen, die schon lustig waren, aber wenn ich an vorhergehende Projekte des Duos Rogen/Appatow denke, dann waren die einfach mal besser und lustiger. Knocked Up z.B. fand ich absolut klasse, und auch Superbad hatte sehr lustige Szene und konnte – trotz diverser Untiefen – einen schon über die gesamte Spieldauer amüsieren. Pineapple Express wirkt dagegen wie gesagt einfach nur angestrengt, als ob einem zwischendrin die witzigen Ideen ausgegangen wären und man deshalb nur noch mit wildem Geschrei irgendeinen komischen Effekt erzielen konnte.

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Wanted…?

Gepostet am 6. Sep 2008 | 6 Kommentare

Wohl kaum. Auch wenn es sich in letzter Zeit häuft schreibe ich mal wieder was über Filme, genauer gesagt über den neuen Actionstreifen mit Angelina Jolie, Wanted.  Und warum soll Wanted jetzt eher nicht gewünscht sein? Naja, ich spoiler jetzt einfach mal grob die Handlung des Filmes, dann wird vermutlich einiges klarer.

Die Story dreht sich um einen kleinen Angestellten (der hat glaub ich keinen Namen, zumindest hab ich ihn schon wieder vergessen), gespielt von James McAvoy. Der Kerl ist eigentlich ne ziemliche Null, wird in seinem Job von der dicken Vorgesetzten regelmäig zur Sau gemacht, hat ständig Panikattacken, wohnt in einem Appartement, durch welches die Bahn fast durchfährt und seine Freundin wird regelmäßig von seinem “besten Freund” gevögelt.
Zu diesem armen Kerl kommt nun auf einmal aus dem Nichts eine Frau namens Fox, gespielt von Angie Jolie, die laut eigener Aussage für eine Super-Duper-Killerbande arbeitet, für die auch sein vor kurzem leider ermordeter Vater arbeitete, den unser armer Loser leider nie kennengelernt hat. Und weil in diese Killerbande nur Leute mit Superspeziakräften reindürfen, die er genau so wie sein Vater hat (die Angstattacken sind nämlich eigentlich toll, weil er durch einen Herzschlag von 400 bpm alles viel langsamer wahrnimmt), soll er jetzt dem Verein beitreten und den Mörder seines Vaters erledigen. Um das ganze n bisschen eindrucksvoller zu machen liefert sich die Dame gleich mal ne ordentliche Schießerei inklusive Verfolgungsjagd mit eben diesem ominösen Mörder. Dass Angie mit einem dicken Sportwagen den Kerl im Lieferwagen nicht abhängen kann lässt übrigens keinesfalls Rückschlüsse auf die Fahrkünste von Frauen zu…
Nachdem er erst keinen Bock hat, dann aber einsieht, dass sein Leben sowieso scheiße ist, schließt sich unser Held nun also dieser “Bruderschaft” an und beginnt seine Ausbildung. Hier erfährt er – und jetzt kommts -, dass die “Bruderschaft” keine Auftraggeber in dem Sinne hat, sondern auf Grund von Webfehlern in einem Stück Stoff (Nein, nicht der Stoff, Leinen, Seide, Kaftan und so!), welche einen Binärcode ergeben, die Namen von den Leuten erfährt, die sie umbringen müssen. Na sicher. Damit erhalten sie das “Gleichgewicht” auf der Erde etc. pp. und ist ja alles für’n guten Zweck. Ich nehme an, dass in diesen Binärbotschaften (die von irgendwelchen Webern im 16. Jahrhundert entdeckt wurden, welche sicher auch alle Superkräfte hatten und sich sowieso den ganzen Tag nur in Binärcodes unterhalten haben) neben dem Namen auch Adresse, Sozialverischerungsnummer und die brandaktuelle Steueridentifikationsnummer enthalten sind, andernfalls wäre eine eindeutige Identifizierung des Opfers wohl kaum möglich. Desweiteren ist hier interessant, dass alle zu tötenden Leute Amerikaner zu sein scheinen – ich kommentiere das mal nicht weiter.
Nun gut, ab hier nimmt die Story ihren Lauf, der Junge mutiert zum Musterschüler, in der Bruderschaft ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen, Darth Vader bekommt eine Gastrolle (“Ich bin dein Vater!”) und am Ende sind die meisten Darsteller tot.

Wer bei der Story jetzt denkt “wow, klasse, so etwas spannendes habe ich lange nicht mehr gehört, außerdem scheint das ja echt eine tolle Geschichte zu sein,” der sollte den Film unbedingt anschauen, denn er wird sicher auch Spaß an Angelina Jolies schauspielerischen Fähigkeiten *hust* finden. Für alle anderen sei das folgende gesagt: Ich glaube, die Angi spielt in dem Film überhaupt nicht mit! Man hat stattdessen die Rechte an einem Foto von ihr erworben, auf dem sie möglichst emotionslos und gelangweilt dreinschaut und hat dieses Foto von ihrem Gesicht dann auf den Körper des dürrsten verfügbaren Models, welches in den Filmszenen rumlaufen musste, montiert. Anders lässt sich nicht erklären, dass sie im ganzen Film nicht eine Mine verzieht und immer völlig anteilslos in der Gegend rumsteht. Sollte sie aber tatsächlich wirklich mitgespielt haben, so ist ihr meiner Meinung nach ein Oskar für die apathischste Darstellung einer Killerin sicher.
James McAvoy nervt den ganzen Film über, erst heult er nur rum, dann blutet er die ganze Zeit und am Ende redet er selbstherrlichen Quatsch und macht unglaubwürdigst einen auf dicke Hose.
Morgan Freeman hingegen ist als Bösewicht recht nett anzusehen, als Gott (Bruce Almighty, Evan Almighty) wirkt er aber wesentlich souveräner denn als Bösewicht, der sich für Gott hält.

Die Actionszenen im Film sind größtenteils gut gemacht, es fließt eine ganze Menge Blut, die Effekte (lange kein Bullet-Time mehr gesehen) waren aber zu Zeiten von Matrix aktuell – hiermit reißt man also niemand mehr aus dem Kinosessel.

Was bleibt ist ein Film mit durchschnittlicher Action, absolut unterirdischen Leistungen von zwei der drei Hauptdarsteller und einer Story, die im negativen Sinne ihresgleichen sucht. Dafür gibt es glatte 0 von 10hoch29 Sternen. Und ich will nie nie nie wieder einen Film mit Angelina Jolie sehen.

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Babylon A.D.

Gepostet am 30. Aug 2008 | Keine Kommentare

In der heutigen Sneak-Preview lief der neue Film mit Vin Diesel, Babylon A.D. Nun hat man bei Vin-Diesel-Filmen ja schon gewisse Vorahnungen, was das Genre angeht, ebenso wie Erwartungen an die Qualität. Und ich muss sagen, dass Babylon A.D. in beider Hinsicht nicht enttäuscht. Man bekommt einen optisch sehr ordentlichen Actionfilm, dessen Story zwar interessante Ideen einbringt, diese aber nicht wirklich konsequent umzusetzen vermag und so – wie viele Filme – in ein mehr oder weniger verkorkstes und reichlich unfertig wirkendes Ende mündet.

Aber mal zum Inhalt: Diesel spielt Toorop, eine Kreuzung aus einem Auftragskiller, einem Schmuggler und und einem Menschenschleuser, der in bewaffnetem wie unbewaffnetem Kampf über jede Konkurrenz erhaben ist. Er lebt – obwohl Amerikaner (ein Tatoo lässt darauf schließen, dass er mal ein US Marine war) – in einem durch nukleare Explosionen verwüsteten und politisch anscheinend völlig zerfallenen Teil der ehemaligen Sowjetunion und genießt seinen Ruhestand gulaschkochend in einer Häuserruine. Von einer Art Warlord, gnadenlos schlecht gespielt von Gerard Depardieu, erhält er den Auftrag, eine junge Frau aus einem Kloster irgendwo am Ende der Welt quer durch Ex-Russland nach Amerika zu bringen. Wie nicht anders zu erwarten, stürzen sich dabei Gott und die Welt auf ihn und wollen das verhindern. Mehr verrate ich mal nicht, ansonsten wird zu viel gespoilert.

Was auffällt ist, dass sich der Film fröhlich an diversen Symbolen und Motiven der Bibel bedient und so eine Art pseudo-religiöse Atmosphäre mit allem drum und dran (unbefleckte Empfängnis, Messias, Schöpferfiguren und -funkionen, etc.) aufzubauen versucht. Das klappt aber irgendwie nicht wirklich, und so wirkt das ganze stellenweise einfach nur lächerlich. Das Ende ist wie schon gesagt sehr eigenartig und diverse Handlungsstränge bzw. -elemente werden einfach nicht zu Ende gebracht, so dass man etwas ratlos beim Abspann sitzt und sich wundert, wieso auf einmal schon Schluss ist.

Insgesamt bleibt also ein optisch durchaus ansprechender Film (sofern man auf postapokalyptische Bilder und wilde Action steht), der durch die mangelhafte Story, die übertriebenen biblischen Motive und das unvollständige Ende einen faden Nachgeschmack hinterlässt. Mit ein paar Bier würde er aber durchaus zu einem formidablen Männerabend beitragen – wobei ich vermute, dass er noch viel schlechter sein dürfte, wenn man ihn ein zweites Mal anschaut.

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