Sport

Wir kommen zum Sport…

Gepostet am 30. Mrz 2009 | 2 Kommentare

Sonntag war Sport angesagt! Erst ging es zum Gokart fahren, was ich, wie ich gestehen muss, bisher noch nie probiert habe. Und oh mein Gott macht das Spaß! Die Gokarts waren zwar ziemlich klein, so dass man das Lenkrad arg zwischen den Beinen eingeklemmt hatte und auch die Pedale etwas eng beieinander waren, dennoch wars ein Heidenspaß. Meine persönliche Bestzeit auf dem Parcours in Revesby (nächstes Jahr kommt da glaub ich die Formel 1 hin) lag bei 31 Komma irgendwas Sekunden. Damit war ich zwar knappe neun Sekunden langsamer als die Streckenbestzeit, aber fürs erste Mal im “Rennwagen” wars wohl ok. Besonders toll fand ich das viel direktere Gefühl, dass man zu Fahrbahn und in den Kurven hat, war irgendwie spannender als in einem komfortabel gefederten Auto mit Servolenkung… Das muss ich auf jeden Fall nochmal probieren. Gibts in München nicht am Frankfurter Ring irgendwo ne Gokart-Bahn?

Nach dem Motorsport ging es dann direkt weiter zum Lokalderby in der National Rugby League (NRL), dem Spiel der St. George Illawarra Dragons gegen die Cronulla Sharks. Spannendes Spiel, in dem sich beide Teams nichts geschenkt haben – so fällt jedenfalls meine fachlich völlig inkompetente Analyse aus. Die fachlich etwas versiertere Auswertung im Sydney Morning Herald stellte außerdem fest, dass beide Teams über eine hervorragende Defensive verfügen, aber in der Offensive völlig unbrauchbar sind. Als Endergebnis kann ich aber einen zehn zu sechs Sieg der von uns tatkräftig unterstützten Dragons über die Sharks vermelden, von daher alles im grünen Bereich. Unschön war der Moment, als ein Spieler der Sharks mit Verdacht auf Genickbruch vom Platz getragen werden musste, nachdem er mit einem Teamkameraden zusammengeprallt war. Gott sei Dank stellte sich aber später heraus, dass nichts gebrochen war. Stattdessen handelt es sich wohl um einen eingeklemmten Nerv bzw. eine Verschiebung eines Wirbelkörpers oder dergleichen. Wenngleich ich Rugby gar nicht so schlecht finde, muss ich trotzdem zugeben, dass mir Fußball nach wie vor der liebste Sport zum zuschauen ist – da versteh ich auch einfach mehr von dem, was da auf dem Platz vor sich geht… aber ALLES ist besser als CRICKET!

Neid kam übrigens auf, als ich die diversen Pressefotografen mit ihren fetten Teleobjektiven am Spielfeldrand gesehen habe. Ich will ein Tele! Jetzt! Fotos der Ereignisse, mitunter auf Grund der hohen Geschwindigkeit beim Gokart fahren und der schnellen Bewegungen beim Rugby leider etwas unscharf, gibt es natürlich wie jedes Wochenende auf Flickr.

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Kommunikationsstörungen

Gepostet am 12. Mrz 2009 | 1 Kommentar

Bin heute Zeuge eines fantastischen Beispiels für misslungene Kommunikation geworden. Aber mal von vorne: Der leipziger Thomanerchor ist derzeit in Sydney zu Gast, und die Jungs sind in der Zeit bei St.-Andrew-Schülern untergebracht. Daher war der gesamte Chor heute bei der zweimal pro Woche stattfindenden “Assembly” in der Schule dabei und hat dann auch ein Liedchen zum Besten gegeben. Im Vorfeld vom Headmaster groß angekündigt und mit dickem Lob überschüttet hat der Chor dann irgendein “Gott ist toll, hurra hurra” Stück gesungen, welches allerdings sehr getragen und langsam war. Danach trat dann wieder der Direktor ans Mikrofon und sagt “This was very very sad.” Ich hätte laut loslachen können! Klar, er wollte nur nett sein, und weil er kein Deutsch kann und das ganze sehr getragen war, hat er es wohl als irgendein trauriges Stück interpretiert. Ich fands unglaublich lustig…

Das hat mich übrigens an all die deutschen Kirchen und deren Insassen im Rentenalter erinnert, die es auch schaffen, jedes Lied, in dem Gott gepriesen wird und von Freude die Rede ist, in deprimierendster Form rüberzubringen. Fantastisch! Kirche ist aber auch viel zu ernst um da seinen Spaß zu haben.

Ansonsten habe ich angefangen, Liegestütze zu machen. Vielleicht schaffe ich es ja, wenigstens den einen oder anderen Muskel nicht komplett degenerieren zu lassen und muss dann zu Hause im Fitnessstudio nicht wieder  bei Null anfangen. Außerdem ist die extrem kohlehydratreiche australische Lebensweise (Toast und Sandwiches rund um die Uhr) gepaart mit wenig Bewegung ohnehin Gift. Wenigstens hat man dann bei einem Flugzeugabsturz über offener See den eigenen Rettungsring dabei…

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Ich will Kilometergeld

Gepostet am 2. Nov 2008 | 8 Kommentare

Dieses Wochenende habe ich mal wieder ordentlich Kilometer gesammelt… genauer gesagt knapp 20 in der Horizontalen und 0,8 in der Vertikalen. Samstag ging es von Lenggries aus auf den Brauneck. Bei herrlichem Wetter und knapp 20 Grad (in der Sonne) ging es auf den Berg. Dafür, dass der gar nicht so hoch ist (nur ca. 1500m, von denen wir ja auch nur die letzten 800 zu Fuß gehen mussten), war das ziemlich anstrengend. Vor allem machten die klatschnassen Wiesen und schlammigen Winkel auf den Nordhängen einem den Aufstieg nicht gerade leichter. Aber: Es war wirklich schön! Die Aussicht war unterwegs schon klasse, und oben auf der Höhe dann phänomenal. Nur die ganzen Gleitschirmflieger hatten noch mehr zu sehen als wir…

Heute war dann bei dickem Nebel (beim Aufstehen war es noch sonnig gewesen :-/) mal wieder eine Tour Richtung Markt Schwaben angesagt. Nach knapp zwei Stunden kam dann sogar die Sonne raus, so dass wir dann nicht mehr von außen, sondern von innen nass wurden. Aber: Nach der gestrigen Tour nach “oben” war es fast schon entspannend, nur in der Waagrechte zu laufen.

Ich finde langsam wirklich Gefallen am Wandern, von mir aus könnte es jetzt noch 2-3 schöne Wochenenden im November geben und dann sofort in schönstes Skiwetter umschlagen. Sonst komm ich diese nämlich kaum zum Skifahren, denn ich fürchte, dass das im Hochsommer in Australien eher schwierig werden dürfte…

PS: OH MEIN GOTT die Synchronstimme von Patrick Stewart spricht die neue VW-Werbung!!! Ich muss sofort einen Golf kaufen, Captain Picard hat es gesagt!!!

PPS: Nächsten Sonntag kommt mal wieder “Was Frauen wollen” – Pflichtprogramm, der Film ist der Hammer!

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Schwerpunkt nah an die Wand und “Fiaß, Fiaß, Fiaß!”

Gepostet am 3. Okt 2008 | Keine Kommentare

So kann man ungefähr die Lehren des gestrigen Abends beschreiben, welche ich aus knapp zwei Stunden Bouldern unter fachkundiger Anleitung im Münchener Osten gezogen habe. Ich wurde ja lange bedrängt, auch mal zu klettern, und nachdem ich es gestern – ich gebe zu mit einer gehörigen Portion Skepsis – probiert habe, muss ich gestehen: Es macht richtig Spaß!

An dieser Stelle möchte ich mich mal bei Franz dafür bedanken, dass er mich so lange damit genervt hat, bis ich zugesagt habe, das mit dem Klettern mal zu versuchen. Ohne ihn hätte ich das sicher nie gemacht (und ohne seine Hilfe und Anleitung auch nicht geschafft), wäre um eine Erfahrung ärmer und hätte eine Menge Spaß verpasst.

Aber mal der Reihe nach, wovon rede ich hier eigentlich? “Bouldern” ist sowas ähnliches wie Klettern, also das Besteigen einer mit lustig geformten bunten Nocken, Haken und Griffen bestückten Wand. Der Unterschied liegt darin, dass man beim Klettern wirklich hoch klettert (die Wand im High East gestern war ca. 20 Meter hoch) und daher von jemandem gesichert werden muss, wärend man beim Bouldern mehr damit beschäftigt ist, kurze aber schwierige Passagen auf niedriger Höhe zu bezwingen. Bouldern ist also so ne Art Trockenübung für’s richtige Klettern. Man kann es allein machen (weil man niemanden braucht, der das Sicherungsseil festhält) und wenn man runterfällt landet man auf weichen Matten und fängt einfach wieder von vorne an.

Das ganze ist ungefähr doppelt so anstrengend, wie es sich anhört, vor allem da die verdammten Wände selten senkrecht stehen, sondern mehr oder weniger stark nach vorne gekippt sind (also einen Überhang bilden). Hierdurch fiel es mir als ungeübtem Kletterer extrem schwer, mein Gewicht auf die Füße zu stützen, was wohl zu einem Teil die Müdigkeit und Schmerzen in meinen Unterarmen erklärt. Von den Fingern, die noch heut früh ein bisschen weh taten, ganz zu schweigen. Wie auch immer, man versucht also, sich irgendwie mit den Händen in der Wand festzuhalten und dann mit möglichst viel Kraft aus den Füßen weiter nach oben zu kommen. Hierbei folgt man einer bestimmten, durch farbig markierte Griffe vorgegebenen Route. Je näher man den Körper dabei an die Wand bekommt, desto weniger anstrengend wird das Festhalten, da man dann nicht so stark aus der Wand “herauskippt”, und je mehr man sich mit den Beinen nach oben drückt, desto stärker werden die ohnehin sehr beanspruchten Arme und Hände entlastet. Klingt ganz logisch, ist in der Praxis mitunter aber recht schwer umzusetzen.

Nach ungefähr zwei Stunden an der Wand und auf der Matte habe ich es immerhin einmal geschafft, einen vorgegebenen Boulder-Weg bis zum Ziel durchzuklettern (und unzählige andere zu versuchen) und war trotz schmerzender Hände (ich hab danach kaum meine Schuhe zubinden können) ein bisschen stolz auf mich. Jetzt hoffe ich, dass der Muskelkater in den Unterarmen schnell vorbei geht und wir es nächste Woche gleich nochmal versuchen können.

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“Was für ein Mann!”

Gepostet am 26. Jul 2008 | Keine Kommentare

… ist Barack Obama, und “Was für ein Mann!” muss demnach auch ich sein!

Wieso? Nun, ganz einfach: Barack Obama war im Fitnessstudio und hat NICHT GESCHWITZT!!!

Er hat “drei mal” in die Pedale eines Ergometers getreten, danach ein paar Wiederholungen mit 10- bzw. 32kg-Hanteln gemacht, 10 SitUps und sich dann etwas gedehnt.

Ja der Wahnsin. Nichts gegen Barack Obama, ich find den ja auch ganz sympathisch, aber bei dem Pensum schwitze ich auch nicht. Was muss ich also für ein Mann sein! Unglaublich!

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Aus und vorbei

Gepostet am 30. Jun 2008 | Keine Kommentare

oder “Tutto Finito”, wie die Italiener es sagen würden.

Leider hat die deutsche Mannschaft den Titel nicht geholt. Glückwunsch an dieser Stelle an die Spanier, sie haben es auf alle Fälle sehr verdient!

Trauriger als die Tatsache, dass wir “nur” Zweiter geworden sind macht mich allerdings die Art, wie das passiert ist. Die Deutschen konnten (bis auf 10 Minuten in jeder Halbzeit) spielerisch einfach nicht überzeugen. Sie haben aus den Fehlern der Spiele gegen Kroatien und die Türkei nichts gelernt. Die Pässe waren oft immernoch sehr ungenau, es kam zu Fehlern bie der Ballannahme (und dadurch zum leichtsinnigen Ballverlust) und die Abwehr stand immernoch sehr chaotisch, nicht nah genug am Mann und war insgesamt zu träge (so konnte der Torschütze Torres Philipp Lahm einfach ‘weglaufen’). Auch, wenn ich mich natürlicih riesig gefreut hätte, muss man ehrlich sagen: Mit dieser Leistung hätten sie den Titel nicht wirklich verdient gehabt.

Ein Wort noch zu den Fans (die ich auf der Heimfahrt in der S-Bahn erlebt habe): Große Stimmung! Die S-Bahn bebte vor Rumgehüpfe und -gespringe, es wurden am laufenden Band Sprechchöre angestimmt und man versetzte sich so in beste Feierlaune. Ob diese Feierei dann allerdings noch viel mit Fußball zu tun hat, sei mal dahingestellt.

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